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Mysticeti

Mysticeti

Die Bartenwale (Mysticeti) bilden eine der beiden Unterordnungen der Wale (Cetacea). Sie sind in allen Meeren verbreitet. Benannt sind sie nach den „Barten“, Hornplatten im Oberkiefer anstatt von Zähnen, die zum Filtern von Krill dienen.

Anatomie

Die meisten Kolosse unter den Walen zählen zu den Bartenwalen. Während die Zahnwale nur einen Großwal in ihren Reihen haben, den Pottwal, gehören zu den Bartenwalen alle anderen Großwale, unter ihnen der Blauwal, das größte lebende Tier der Erde. Alle Bartenwale sind größer als 6 m. Kennzeichnend für die Gruppe sind die dreiseitigen Hornplatten im Oberkiefer, die so genannten Barten. Beiderseits stehen bis zu 400 Barten, die sehr dicht federartig gefasert sind. Zähne besitzen Bartenwale nur als Embryos. Es sind aber fossile Bartenwale mit Zähnen statt Barten bekannt. Bartenwale haben zwei Blaslöcher, welche einen V-förmigen Blas erzeugen.

Ernährung

Im Gegensatz zu den Zahnwalen ernähren sich Bartenwale in der Hauptsache von tierischem Plankton beziehungsweise kleineren Meerestieren wie zum Beispiel Krill. Manche Arten fressen aber auch Fische. Der Wal nimmt dazu eine große Menge Wasser auf, was bei den Furchenwalen durch einen extrem dehnbaren Kehlsack erleichtert wird. Danach schließt er seinen Kiefer und drückt das Wasser mit seiner Zunge durch die Barten nach außen. Die im Wasser enthaltenen Kleintiere werden von den Barten wie durch einen Filter zurückgehalten und können so vom Wal problemlos geschluckt werden. Zunge Andere Weisen, wie die Barten eingesetzt werden, sind das Schwimmen mit offenem Maul (beispielsweise Glattwale) oder Filtern des Meeresbodens (Grauwal).

Verhalten

Wanderungen

Bartenwale kommen in allen Ozeanen vor. Alle Arten unternehmen jahreszeitliche Wanderungen. Im Sommer halten sie sich zur Nahrungsaufnahme in kühlen Gewässern der hohen Breiten auf und wandern im Herbst in wärmere Gewässer, wo sie sich paaren und die Jungen gebären. Außerhalb der Nahrungsvorkommen fressen Bartenwale wenig oder fasten monatelang. Der Grauwal geht sogar auf die längste Wanderung aller Säugetiere.

Sprünge

Trotz ihres beträchtlichen Gewichts sind Bartenwale in der Lage, vollständig aus dem Wasser zu springen. Bekannt für ihr akrobatisches Verhalten sind die Buckelwale, aber auch andere Bartenwale durchbrechen mit dem Körper die Wasseroberfläche oder schlagen mit den Flossen lautstark darauf. Der Zweck dieser Äußerungen ist nicht eindeutig geklärt.

Töne

Im Gegensatz zu Zahnwalen ist für Bartenwale die Fähigkeit zur Echolokation nicht nachgewiesen. Dagegen sind sie in der Lage, Töne im Infraschallbereich mit hoher Lautstärke auszustoßen. Die Rufe der größten Wale sind über mehrere 100 Kilometer hörbar. Einzigartig sind die Gesänge der Buckelwale, deren komplexe Folgen von Strophen über die Jahre abgeändert werden und vermutlich der Balz dienen.

Fossile Bartenwale

Ausgestorben ist die Art Eobalaenoptera harrisoni.

Systematik

Man unterteilt die Bartenwale für gewöhnlich in vier, manchmal auch drei Familien:
- Glattwale (Balaenidae) haben keine Kehlfurchen, einen riesigen Kopf und sind bis 16 m lang.
- Zwergglattwale (Neobalaenidae) werden oft in die Glattwale integriert; sie sind die am wenigsten bekannte Familie und bestehen nur aus einer Art.
- Grauwale (Eschrichtiidae) vermitteln zwischen Glatt- und Furchenwalen; auch sie bestehen nur aus einer Art
- Furchenwale (Balaenopteridae) sind nach ihrer gefurchten Kehle und Brust benannt; sie haben im Verhältnis zum Körper einen kleineren Kopf als die Glattwale, kürzere Barten und immer eine Rückenflosse (die bei manchen Vertretern der vorgenannten Familien fehlt). Zu dieser Familie gehören die größten Wale. Kategorie:Wale ja:ヒゲクジラ亜目

Wikipedia:Taxoboxen

ACHTUNG: Die Taxobox-Vorlage hat sich geändert! Bitte hilf mit, alte Taxoboxen durch diese neue zu ersetzen. Bitte keine Taxoboxen nach der alten Vorlage mehr anlegen! ---- Eine Taxobox ist in einem Artikel über ein Taxon (= eine systematisch erfasste und benannte Tier- oder Pflanzengruppe bzw. Tier- oder Pflanzenart) eine Tabelle mit Informationen zur systematischen Einordnung und Unterteilung. Taxoboxen sollten nur für rezente, nicht aber für ausgestorbene Arten angelegt werden. (Arten, die erst in historischer Zeit ausgestorben sind, bilden eine Ausnahme von dieser Regel). Wenn Du mehr über die Gestaltung eines Tier- oder Pflanzenartikels wissen möchtest, solltest Du auch Wikipedia:WikiProjekt Lebewesen und Wikipedia:Leitlinien Biologie lesen. Eine Möglichkeit, Taxoboxen zu erzeugen, ist der [http://vs.aka-online.de/taxoboxomat/ Taxoboxomat].

Übergeordnete Taxa

Es sollen stets die fünf übergeordneten Taxa genannt werden. Bei einer Art könnten dies also die Gattung, die Tribus, die Unterfamilie, die Familie und die Überfamilie sein. Wenn eines dieser Taxa fehlt, rückt statt dessen ein anderes nach. Wenn also zum Beispiel die Tribus fehlt, wird zusätzlich noch die Unterordnung genannt.

Untergeordnete Taxa

Untergeordnete Taxa können, müssen aber nicht in der Taxobox stehen. Wenn sie genannt werden, müssen alle untergeordneten Taxa erwähnt sein und nicht bloß eine Auswahl. Sind es mehr als zehn untergeordnete Taxa, werden sie nicht in der Taxobox, sondern nur im Fließtext genannt. Allgemein ersetzt die Aufführung in der Taxobox nicht die Erwähnung im Fließtext.

Schreibweise der Taxa

Wissenschaftliche Taxonnamen werden nur für Gattung und Art kursiv dargestellt. Der Name einer Gattung wird immer großgeschrieben, der Artname besteht immer aus zwei Bestandteilen: Dem Gattungsnamen, der auch durch (großgeschriebene) Initiale abgekürzt werden kann und dem Artepithet, das immer kleingeschrieben wird.

Wissenschaftlicher Name

Jede Taxobox hat einen Abschnitt "Wissenschaftlicher Name". Hier wird neben dem gültigen Namen der Autor (Erstbeschreiber) und das Jahr der Erstbeschreibung angegeben. Bei Pflanzen, Pilzen und Algen entfällt das Jahr der Erstbeschreibung. Nähere Informationen hierzu findet man in den Leitlinien Biologie.

Keine Kommentare in der Taxobox

Alle Unklarheiten die Einordnung und Unterteilung betreffend sollen im Text stehen. Die Taxobox soll von Kommentaren freibleiben. Sie soll auch keine Synonyme, Basionyme und andere alternative Schreibweisen des wissenschaftlichen Namens enthalten.

Bild

Steht ein Bild zur Verfügung, wird es in die Taxobox integriert. In einer Taxobox steht nur ein Bild. Weitere Bilder können außerhalb der Taxobox in den Artikel eingebracht werden. Unter dem Bild wird die Art mit eventuellen Besonderheiten (Weibchen, Winterfell, weiße Morphe etc.) genannt.

Weitere Informationen in der Taxobox

In der Taxobox unterbleiben alle Angaben, die nicht die Systematik betreffen. Angaben zu Größe, Gewicht, Verbreitung, Lebensweise, Bedrohungs- und Schutzstatus, Blütezeit etc. gehören in den Text und nicht in die Taxobox.

Schablone für Copy and Paste

Bitte ersetze alle in Großbuchstaben geschriebenen Wörter durch die Entsprechungen. Noch einfacher ist es, wenn Du die Tabelle aus einem Artikel rauskopierst, in der sie bereits halbwegs ähnlich vorhanden ist.



Taxon-Kategorien im MediaWiki-Namensraum

Dies ist eine Auflistung aller im MediaWiki-Namensraum angelegten Elemente zu den Taxoboxen sowie ihrer Entsprechungen. Diese Kürzel sollen in den Taxoboxen statt des Platzhalters "EINHEIT" eingesetzt werden. Für die Kategorien „Klassifikation“, „Domäne“ sowie „Stammgruppe“ gibt es noch kein besonderes Element, hierfür wird bisher einfach Klassifikation, Domäne bzw. Stammgruppe in die Taxobox eingesetzt.

Beispielhaftes Aussehen einer Taxobox

Beispiel für eine Pflanzenart


Beispiel für eine Tierfamilie


Beispiel für einen Speisepilz


Siehe auch: Portal:Lebewesen/Artikel ohne Taxobox, Portal:Lebewesen/Artikel mit alter Taxobox Taxoboxen Taxoboxen Kategorie:WikiProjekt Lebewesen

Wale

Die Wale (Cetacea) sind eine Ordnung der Säugetiere mit knapp 80 Arten, die alle ausschließlich im Wasser leben. Bis auf einige Flussdelfinarten leben sämtliche Walarten im Meer. Die umgangssprachliche Bezeichnung Walfisch ist irreführend, da Wale nicht zu den Fischen zählen. Wale zeichnen sich durch eine für höhere Säugetiere (Plazentatiere, Eutheria) ungewöhnliche Langlebigkeit aus. Manche Arten, wie etwa der Grönlandwal, können ein Alter von über 200 Jahren erreichen; das bisher älteste bekannt gewordene Exemplar, ein Männchen, starb im Alter von 211 Jahren.

Merkmale

Allgemeines

Wale sind neben den Seekühen die einzigen vollständig an das Leben im Wasser angepassten Säugetiere. Sie verbringen ihr ganzes Leben im Wasser und sind auch nicht in der Lage, an Land zu überleben. Dort würden sie sich durch ihr schweres Gewicht selbst erdrücken, sie würden austrocknen oder wegen ihrer Wärmeisolation an Hitzschlag sterben. Der gesamte Körperbau und alle Körperfunktionen der Wale sind auf das Leben im Wasser eingestellt. Dennoch teilen sie wesentliche Merkmale mit allen anderen Säugetieren:
- Wale haben Lungen statt Kiemen und müssen Luft atmen. Da ihr Atemsystem hervorragend an das Leben im Wasser angepasst ist, können sie aber lange Zeiten untergetaucht bleiben. Die Sauerstoffaufnahme aus der Atemluft ist bei der Lungenatmung bedeutend ökonomischer als die Entnahme von Sauerstoff durch Kiemen aus dem Wasser. Einige Walarten können mit einem Atemvorgang bis zu zwei Stunden tauchen.
- Wale besitzen ein sehr leistungsfähiges Herz, welches im Gegensatz zum Fischherz in mehrere Herzkammern getrennt ist. Dadurch wird der im Blut aufgenommene Sauerstoff sehr viel effektiver im Körper verteilt.
- Wale sind gleichwarm und nicht wechselwarm wie Fische.
- Alle Wale gebären lebende Kälber und säugen sie mit extrem fettreicher Muttermilch aus speziellen Milchdrüsen. Die Embryonalentwicklung findet im Körper der Mutter statt, und während dieser Zeit wird der Embryo durch ein spezielles Nährgewebe, die Plazenta, ernährt. Zu den Walen gehören die größten Tiere, die jemals auf der Erde gelebt haben. Der Blauwal (Balaenoptera musculus) ist unter allen heute lebenden Tierarten und ihren fossilen Verwandten mit einer Körperlänge von bis zu 33 Metern und einem Gewicht von 190 Tonnen das größte Tier, der Pottwal (Physeter catodon) das wohl größte fleischfressende Wesen in der Geschichte der Erde. Die kleinsten Walarten erreichen dagegen nur eine maximale Körperlänge von 1,20 Metern, so etwa der La-Plata-Delfin (Pontoporia blainvillei).

Äußere Anatomie

La-Plata-Delfin Der Körperumriss der Wale ähnelt dem von großen Fischen, was sich auf die Lebensweise und die besonderen Bedingungen des Lebensraums zurückführen lässt (Kongruenz). So besitzen sie eine stromlinienförmige Gestalt, und ihre Vorderextremitäten sind zu Flossen umgestaltet (Flipper). Auf dem Rücken tragen sie eine weitere Flosse, die als Finne bezeichnet wird und je nach Art verschiedene Formen annimmt. Bei wenigen Arten fehlt sie völlig. Sowohl die Flipper als auch die Finne dienen ausschließlich der Stabilisierung der Wale im Wasser und der Steuerung. Der Schwanz endet in einer großen Schwanzflosse, die Fluke heißt und eine knorpelige Fläche ohne Knochenteile darstellt. Die Fluke setzt waagerecht statt senkrecht am Körper an, ein von außen sehr gut erkennbares Unterscheidungsmerkmal zu den Fischen. Sie ermöglicht durch vertikales Schlagen die Fortbewegung. Die Hinterbeine fehlen den Walen vollständig, ebenso alle weiteren Körperanhänge, welche die Stromlinienform behindern könnten, wie die Ohren und auch die Haare. Die männlichen Genitalien und die Brustdrüsen sind in den Körper versenkt. Alle Wale haben einen langgestreckten Kopf, der besonders bei den Bartenwalen durch die weit ausladenden Kiefer extreme Ausmaße annimmt. Die Nasenlöcher der Wale bilden das Blasloch, eines bei Zahnwalen, zwei bei Bartenwalen. Sie liegen auf der Oberseite des Kopfes, so dass der Körper beim Atmen untergetaucht bleiben kann. Beim Ausatmen kondensiert meist die Feuchtigkeit der Atemluft und bildet den so genannten Blas. Der Körper ist von einer dicken Speckschicht eingehüllt. Dieser Blubber dient zur Wärmeisolation und verleiht den Walen eine glatte Körperoberfläche. Bei den großen Arten kann er bis zu einem halben Meter Dicke erreichen. Der sehr spezielle Aufbau der Haut oberhalb der Speckschicht sorgt für ein Phänomen, welches als Graysches Paradoxon bekannt ist. Der Körper vor allem der schnelleren Schwimmer, etwa der Delfine, verfügt in der Realität über weit bessere Strömungseigenschaften, als dies bei einem technischen Körper mit der gleichen Form der Fall ist. Dies wird auf die Dämpfungseigenschaften der Haut zurückgeführt, die störende Wirbelbildungen abmildern. Zu diesem Zweck besitzt die Lederhaut (Corium oder Dermis) lange Papillen, die einen Saum bilden und mit der darüber liegenden Epidermis verzahnt sind. Die Papillen der Lederhaut sitzen dabei auf Lamellen, die weitgehend quer zur Körperlängsachse und damit auch zur Strömungsrichtung gestellt sind. Aufgrund ihrer Länge hielt man die Papillen erst für Ausführgänge von Schweißdrüsen. Heute kennt man allerdings ihre reale Funktion und weiß auch, dass Wale keine Hautdrüsen mit Ausnahme der Milchdrüsen besitzen. Neben diesen Dämpfungsstrukturen verfügt die Haut über ein mikroskopisch feines Reliefmuster. Aufgrund der Ergebnisse physiologischer Experimente wird auch eine aktive Reaktion der Haut angenommen. Die Optimierung der Strömungseigenschaften konnte bei den Versuchen mit künstlicher Walhaut nachgestellt werden.

Skelett

physiologischer Das Walskelett kommt weitestgehend ohne kompakte Knochen aus, da es vom Wasser stabilisiert wird. Aus diesem Grunde sind die bei den Landsäugetieren üblichen Kompaktknochen durch feinmaschige Spongiosaknochen ersetzt. Diese sind leichter und elastischer. An vielen Stellen sind außerdem Knochenelemente durch Knorpel und sogar Fettgewebe ersetzt, dadurch werden die hydrostatischen Eigenschaften des Walkörpers weiter verbessert. Im Ohr und an der Schnauze findet sich eine nur bei Walen zu findende Knochenform mit extrem hoher Dichte, die an Porzellan erinnert. Diese hat besondere akustische Eigenschaften und leitet den Schall besser als andere Knochen. Der Schädel aller Wale ist charakteristisch verlängert, was gut bei dem hier dargestellten Bartenwal ersichtlich ist. Dabei bilden die Kiefer- und die Nasenbeinknochen ein vorspringendes Rostrum. Die Nasenöffnungen liegen am Scheitelpunkt des Kopfes oberhalb der Augen. Der hintere Teil des Schädels mit dem Hirnschädel ist deutlich verkürzt und verformt. Die Zähne bzw. die Barten sitzen im Oberkiefer ausschließlich am Maxillarknochen. Die Anzahl der Wirbel der Wirbelsäule beträgt abhängig von der Art zwischen 40 und 93 Einzelwirbel. Die Halswirbelsäule besteht wie bei allen Säugetieren aus sieben Wirbeln, die bei den meisten Walen jedoch miteinander verschmolzen sind, was Stabilität beim Schwimmen auf Kosten der Beweglichkeit verschafft. Die Rippen werden von neun bis 17 Brustwirbeln getragen. Die Rippen selbst sind über ein knorpeliges Brustbein miteinander verbunden. Die letzten zwei bis drei Rippenpaare sind nicht an der Wirbelsäule befestigt und liegen als Fleischrippen frei in der Körperwand. Daran schließt sich der Lenden- und Schwanzteil der Wirbelsäule an, dem alle weiteren Wirbel angehören. Die vorderen Gliedmaßen sind paddelförmig mit verkürzten Arm- und verlängerten Fingerknochen, um die Fortbewegung zu unterstützen, und durch Knorpel verwachsen. Das einzige funktionelle Gelenk ist das Schultergelenk, alle anderen sind (außer beim Amazonasdelfin (Inia geoffrensis)) unbeweglich. Ein Schlüsselbein fehlt. Da eine Fortbewegung des Wals auf dem Land nicht mehr erforderlich ist und bei den großen Arten aufgrund des Körpergewichtes auch nicht mehr möglich wäre, sind die hinteren Gliedmaßen stark verkümmert und nur noch als Skelettrudimente vorhanden.

Innere Anatomie und Physiologie

Besonders wichtig für die Lebensweise der Wale im Wasser ist der Aufbau des Atmungs- sowie des Kreislaufsystems. Der Sauerstoffhaushalt der Wale ist entsprechend hocheffektiv. Bei jedem Atemzug kann ein Wal bis zu 90 Prozent des gesamten Luftvolumens der Lunge austauschen, bei einem Landsäugetier liegt dieser Wert etwa bei 15 Prozent. In der Lunge wird der eingeatmeten Luft durch das Lungengewebe etwa doppelt soviel Sauerstoff entzogen wie bei einem Landsäuger. Die Lunge selbst beinhaltet in den Alveolen ein doppeltes Kapillarnetz, der Sauerstoff wird außer im Blut und der Lunge in verschiedenen Geweben der Wale gespeichert, vor allem in der Muskulatur, in welcher der Muskelfarbstoff Myoglobin für eine effektive Bindung sorgt. Diese lungenexterne Sauerstoffspeicherung ist beim Tieftauchen überlebenswichtig, da ab einer Tauchtiefe von ca. 100 m durch den Wasserdruck die Lungen der Wale kollabieren. Beim Tauchvorgang wird der Sauerstoffverbrauch durch Absenkung der Herztätigkeit und der Blutzirkulation massiv gesenkt, einzelne Organe werden während dieser Zeit nicht mit Sauerstoff versorgt. Manche Furchenwale können dadurch bis zu 40 Minuten tauchen, Pottwale zwischen 60 und 90 Minuten und Entenwale sogar zwei Stunden. Die Tauchtiefen liegen dabei im Durchschnitt bei etwa 100 Meter, Pottwale tauchen bis zu 3.000 Meter tief. Der Magen der Wale besteht aus drei Kammern. Der erste Bereich wird von einem drüsenlosen und sehr muskulösen Vormagen gebildet (der bei den Schnabelwalen fehlt), danach folgen der Hauptmagen und der Pylorusmagen, die beide mit Drüsen zur Verdauung ausgestattet sind. An die Mägen schließt sich ein Darm an, dessen Einzelabschnitte nur histologisch unterschieden werden können. Die Leber ist sehr groß und besitzt keine Gallenblase. Die Nieren sind stark abgeflacht und sehr lang. Sie sind in mehrere tausend Einzelläppchen (Reniculi) aufgeteilt, um effektiv arbeiten zu können. Die Salzkonzentration in Blut der Wale ist niedriger als die im Meerwasser; die Nieren dienen daher auch zur Salzabscheidung. Das ermöglicht den Walen, Meerwasser zu "trinken".

Evolution der Wale

Allgemeine Betrachtung

Erdgeschichtlich haben sich die Wale zur Zeit des mittleren Eozäns vor etwa 50 Millionen Jahren aus Verwandten der Huftiere entwickelt, die vor allem aus Pakistan fossil erhalten sind. Heute gelten Flusspferde als nächste lebende Verwandter der Wale, eine Auffassung, die sowohl durch molekularbiologische und immunologische Merkmale als auch durch das bei den frühen Walen vorhandene Rollbein (Astralagus) im Fußskelett bestätigt wird. Anhand des Fossilberichts lässt sich die graduelle Wandlung vom Land- zum Meerlebewesen verfolgen. So verschwanden die Hinterbeine, um eine flexibelere Wirbelsäule zu ermöglichen, mit der ein Schwanzschlagen zur Fortbewegung möglich wurde. Die Vorderbeine verwandelten sich langsam in Flossen und verloren dabei ihre ursprüngliche Beweglichkeit. Das Ohr der heutigen Wale ist nicht mehr nach außen offen, die Nasenlöcher wanderten von der Kopfspitze nahe der Mundöffnung nach oben, so dass der Wal 'im Vorüberschwimmen' durch das dorsale Blasloch atmen kann. Die Zähne, bei den landbewohnenden Vorfahren der Wale in Schneide-, Eck-, Backenzähne differenziert, glichen sich einander an. Bei den Bartenwalen entwickelten sich die Barten, sie sind also eine relativ späte Entwicklung als Anpassung an die spezielle Ernährungsweise dieser Tiere.

Vom Land ins Meer

Das älteste als direkter Walvorläufer identifizierte Fossil ist Pakicetus, ein vor 50 Millionen Jahren an Gewässern lebendes Tier, das noch vier deutlich ausgeprägte und funktionsfähige Beine besaß. Seine Überreste wurde 1977 von dem Paläontologen Philipp Gingerich entdeckt, der in Pakistan auf der Suche nach Landsäugern war. Er fand aber ausschließlich die Überreste von Tieren des Tethysmeeres sowie zwei ihm unbekannte Beckenknochen. 1979 fand er in Nordpakistan Teile eines Schädels mit der für Wale typischen Gehörregion. Weitere Teile des Schädels und auch Zähne wurden später von einem anderen Team gefunden. Als wichtigste Übergangsform vom Land- zum Meerleben gilt der 49 Millionen Jahre alte Ambulocetus natans, der bis zu vier Meter lang wurde. Auch diese Art wies noch vier zur Fortbewegung an Land geeignete und kräftige Beine auf. Sie lebte in den Mangrovenwäldern im Brackwasser und erinnerte in der Körperform entfernt an ein Krokodil. Die Beine waren kräftig ausgebildet, die Schnauze langgestreckt mit weit oben liegenden Nasenlöchern und Augen. Der Schwanz der Tiere war sehr kräftig und diente zur Fortbewegung. Ambulocetus ernährte sich als Beutegreifer von Fischen und anderen Wirbeltieren des Wassers und des Uferbereiches. Erst 1992 wurde wurde er von Hans Thewissen entdeckt, einem Schüler Gingerichs, ebenfalls in Nordpakistan. Hans Thewissen Aus der Zeit vor etwa 45 Millionen Jahren fanden sich eine Reihe von weiteren Arten wie Indocetus, Kutchicetus, Rodhocetus und Andrewsiphius, die deutlich an das Leben im Wasser angepasst sind. Die Hinterbeine dieser Arten waren bereits stark zurückgebildet, und die Körperform erinnert an die der Robben. Rodhocetus, ein Vertreter der Protocetidae, wird als der erste „hochseetüchtige“ Wal angesehen. Er war stromlinienförmig gebaut und besaß feingliedrige und verlängerte Hand- und Fußknochen, zwischen denen wahrscheinlich eine Schwimmhaut gespannt war. Die bei Landsäugern im Bereich des Beckens verschmolzene Lendenwirbelsäule bestand bei ihm aus losen Einzelknochen, die eine Unterstützung der Schwimmbewegung des Rumpfes und Schwanzes ermöglichten. Auf diese Weise war er ein guter Schwimmer, konnte sich an Land dagegen wahrscheinlich nur relativ schwerfällig bewegen.

Bewohner der Ozeane

Seit etwa 40 Millionen Jahren bevölkerten Walarten das Meer, die keine Verbindung zum Land mehr besaßen, wie beispielsweise der bis zu 18 Meter lange Basilosaurus. Der Übergang vom Land zum Wasser war also innerhalb von etwa 10 Millionen Jahren abgeschlossen. Gingerich hatte seine Forschungen und Grabungen aufgrund politischer Schwierigkeiten im Grenzgebiet von Pakistan und Afghanistan nach Ägypten verlagert, in ein Tal etwa 95 Kilometer südwestlich von Kairo. Im so genannten Zeuglodon-Tal wurden bereits in den 1920er Jahren des 20. Jahrhunderts Fossilien von frühen Walen gefunden, die der Gattung Zeuglodon zugeordnet wurden. Gingerich fand hier die Hinterbeine von Basilosaurus, der der Wissenschaft zwar bereits als Urwal bekannt war, von dem man jedoch annahm, dass er keine Hinterbeine mehr hatte. Die eigentlichen Vorfahren der heutigen Wale findet man wahrscheinlich innerhalb der Durodontinae, deren bekanntester Vertreter Durodon zeitgleich mit seinem nahen Verwandten Basilosaurus lebte. Beide Gruppen hatten bereits das für die heutigen Wale typische Gehör entwickelt, das deutliche Anpassungen an ein Leben im Wasser zeigt wie die feste Bulla, die das Trommelfell der Landsäuger ersetzt, sowie schallleitende Elemente für das Richtungshören unter Wasser. Die Handgelenke dieser Tiere waren versteift und trugen wahrscheinlich bereits die für heutige Wale typischen Flipper. Die Hinterbeine waren ebenfalls noch vorhanden, jedoch deutlich verkleinert und mit einem verkümmerten Becken verbunden. In der Folgezeit traten viele verschiedene Formen von Walen auf. Heute kennt man Fossilien von etwa 1.000 Arten, die in der Mehrzahl verschwunden sind aber deren Nachfolger heute alle Ozeane bevölkern.

Lebensweise

Die meisten Wale sind äußerst gesellige Tiere mit einem hoch entwickelten Sozialverhalten, nur wenige Arten leben paarweise oder als Einzelgänger. Die Walgruppen, als Schulen bezeichnet, bestehen dabei meistens aus 10 bis 50 Tieren, zu bestimmten Gelegenheiten (bei Massenauftreten von Nahrung oder zur Paarungszeit) können die Gruppen jedoch auch weit über 1.000 Tiere umfassen. Auch Vergesellschaftung mit anderen Walarten ist dabei möglich. Die einzelnen Schulen haben eine feste Hierarchie, wobei die vorrangigen Stellungen durch Beißen, Schieben oder Rammen bestimmt werden. Das Verhalten in der Gruppe ist nur in äußersten Stresssituationen wie Nahrungsmangel und in Gefangenschaft von Aggressivität bestimmt, im Normalfall kommt es zu primär friedlichen Kontaktaufnahmen. Dabei spielen Kontaktschwimmen, gegenseitiges Streicheln und Stupsen eine große Rolle. Ebenfalls bekannt sind die spielerischen Verhaltensweisen der Tiere, die sich in Luftsprüngen, Saltos, Wellenreiten oder Flossenschlagen äußern und auch bei ausgewachsenen Tieren vorkommen. Zur Kommunikation untereinander geben die männlichen Tiere gesangsähnliche Geräusche ab, die über hunderte Kilometer weit im Wasser zu hören sind. Neuere Forschungen haben ergeben, dass wohl jede Walpopulation ihren eigenen typischen Gesang entwickelt. Manchmal lässt sich sogar ein einzelner Wal an seinem spezifischen, unverwechselbaren Gesang identifizieren. Auch die Jagd erfolgt bei den Walen in der Gruppe, wobei sich die Tiere häufig mit anderen Tierarten zusammentun. So findet man viele Delfinarten gemeinsam mit großen Thunfischen auf Jagdzügen, die großen Fischschwärmen folgen. Der Große Schwertwal (Orcinus orca) jagt in Schulen auch andere, sogar größere Wale. Buckelwale (Megaptera novaeanglia) bilden in Gemeinschaftsarbeit Blasenteppiche, mit denen sie Kleinfisch- und Krillschwärme eingrenzen und in denen sie dann mit geöffnetem Maul auftauchen.

Fortpflanzung

Bei den meisten Walarten konnte man einen jahreszeitlichen Fortpflanzungszyklus feststellen, bei dem der Eisprung der Weibchen sowie die Hauptaktivität der Hoden bei den Männchen zeitgleich liegen. Dieser Zyklus ist meistens mit saisonalen Wanderungen gekoppelt, die bei vielen Arten zu beobachten sind. Zur Paarung gehen die meisten Zahnwale keine festen Bindungen ein, bei vielen Arten haben auch die Weibchen mehrere Partner während einer Saison. Die Bartenwale gelten dagegen als weitgehend monogam innerhalb der einzelnen Fortpflanzungsperioden, dauerhafte Bindungen gehen sie jedoch ebenfalls nicht ein. Die Tragezeit der Wale dauert zwischen neun und 16 Monate, wobei die Dauer nicht zwingend abhängig von der Größe ist. Schweinswale tragen ebenso wie die riesigen Blauwale etwa 11 Monate. Wale bringen in der Regel immer nur ein Junges zur Welt, bei Zwillingsgeburten stirbt ein Jungtier meistens, da die Mutter nicht genügend Milch für beide Jungtiere aufbringen kann. Die Geburt erfolgt meistens mit dem Schwanz voran, so dass die Gefahr des Ertrinkens für das Neugeborene minimal ist. Nach dem Geburtsvorgang wird das Jungtier schnell zum ersten Atemzug zur Oberfläche transportiert. Die Jungtiere erreichen bei der Geburt etwa ein Drittel der Körpergröße der Erwachsenen und sind sehr schnell eigenständig aktiv. Beim Säugen spritzt die Walmutter die fettreiche Milch aktiv in das Maul des Jungen, da diese keine Lippen haben, mit denen sie saugen könnten. Die Säugezeit ist meistens lang, sie beträgt bei vielen Arten über ein Jahr, was mit einer engen Bindung der Mutter an ihre Nachkommen einhergeht. Für die Aufzucht der Jungtiere sind bei allen Walen allein die Muttertiere zuständig. Die meisten Wale werden spät geschlechtsreif, typischerweise mit sieben bis zehn Jahren. Diese Fortpflanzungsstrategie erbringt wenige Nachkommen, die dafür eine hohe Überlebensrate haben.

Bedrohung

Die Bedrohung der Wale geht bis auf wenige Ausnahmen direkt vom Menschen aus. Als natürliche Feinde der Wale existieren nur wenige große Haiarten sowie andere Wale wie der Große Schwertwal, der auch Kleinwale jagt. Die Bedrohungen durch den Menschen lassen sich unterteilen in die direkte Bejagung durch den Walfang sowie die indirekten Gefahren wie die Fischerei und die Umweltbelastung.

Walfang

Hauptartikel: Walfang Im Mittelalter waren die Gründe für den Walfang die enormen Mengen Fleisch, der als Brennstoff verwertbare Waltran und die Kieferknochen, die man im Hausbau verwendete. Am Ende des Mittelalters fuhren bereits ganze Flotten aus, um die großen Wale, mehrheitlich Glattwale und Grönlandwale, zu jagen. Die holländische Flotte besaß besispielsweise im 16. und 17. Jahrhundert etwa 300 Walfangschiffe mit 18.000 Männern Besatzung. Im 18. und 19. Jahrhundert wurden vor allem Bartenwale bejagt, um den Bedarf der Korsett- und Reifrockhersteller an Fischbein zu decken. Außerdem diente das Spermaceti der Pottwale als Schmiermittel für Maschinen und das Ambra als Grundstoff für die Pharmaindustrie und zur Parfumherstellung. Als in der zweiten Hälfte die Sprengharpune erfunden und eingesetzt wurde, kam es zu einem massiven Ansteigen der erlegten Wale. Große Schiffe wurden zu Mutterschiffen für die Walverarbeitung ausgebaut und von Fangflotten mit Dampfantrieb beliefert. Ungefähr in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatten Wale eine sehr große Bedeutung als Rohstofflieferant für die Industrie. In dieser Zeit wurde intensiv gejagt, in den 1930er Jahren wurden jedes Jahr über 30.000 Wale getötet. Eine weitere Steigerung auf über 40.000 Tiere pro Jahr erfolgte bis in die 1960er Jahre, wodurch vor allem die Bestände der großen Bartenwalarten einbrachen. Die meisten bejagten Walarten sind heute in ihrem Bestand bedroht. Bei einige Großwalarten wurden die Populationen bis an den Rand der Ausrottung ausgebeutet. Heute sind sie stark dezimiert, da ein Zuwachs nur langsam möglich ist. Vollständig ausgerottet wurden bereits der Atlantische Grauwal, der koreanische Grauwal und der Biskayawal, beim Nordkaper rechnet man heute noch mit etwa 300 bis 600 Tieren, der Blauwalbestand beträgt wahrscheinlich maximal 14.000 Tiere. Die ersten Bestrebungen zum Schutz der Wale wurden 1931 beschlossen. Dabei wurden besonders bedrohte Arten wie etwa der Buckelwal, der damals noch etwa 100 Tiere zählte, unter internationalen Schutz gestellt, außerdem wurden erste Schutzzonen eingerichtet. 1946 wurde die Internationale Walfangkommission gegründet, die die Bestände der Wale kontrollieren und sicher sollte. Das Töten von Walen zu kommerziellen Zwecken wurde durch diese Organisation 1985 weltweit bis zum Jahr 2005 verboten. Allerdings werden auch heute noch vor allem von japanischen Fangflotten Wale gejagt, wobei die Erforschung der Tiere als Grund angegeben wird.

Fischerei

Auch die für den Walfang uninteressanten Kleinwale – vor allem einige Delfinarten – sind teilweise stark dezimiert. Sie fallen sehr häufig der Thunfischfischerei zum Opfer, weil sie sich oft in der Nähe von Thunfischschwärmen aufhalten. Dies ist auch den Fischern bekannt, weshalb sie oft nach Delfinen Ausschau halten, um Thunfische zu fangen. Delfine sind wesentlich leichter auszumachen als Thunfische, da sie regelmäßig an der Oberfläche Luft holen müssen. Die Fischer ziehen mit ihren Netzen hunderte Meter große Kreise um die Delfingruppen herum, in der Erwartung, dass sie auch einen Thunfischschwarm einschließen. Die Netze werden zusammengezogen, die Delfine verfangen sich unter Wasser und ertrinken. Beosnders für Flußdelfine stellt zudem die Leinenfischerei in größeren Flüssen eine Gefahr dar.

Umweltgefahren

Die zunehmende Meeresverschmutzung stellt auch für die Meeressäuger ein ernst zu nehmendes Problem dar. Schwermetalle und Reste vieler Pflanzen- und Insektengifte sind biologisch nicht abbaubar. Über die Meerespflanzen und Beutetiere gelangen sie dann in den Körper der Wale. In Folge werden die Tiere anfälliger gegenüber Krankheiten und bekommen weniger Junge. Auch die Zerstörung der Ozonschicht wirkt sich auf die Wale aus, denn Plankton reagiert sehr empfindlich auf Strahlung und vermehrt sich weniger stark. Dadurch schrumpft das Nahrungsangebot für viele Meerestiere, besonders betroffen sind aber die Bartenwale. Auch das Nekton wird, neben der intensiven Befischung, durch die intensivere UV-Einstrahlung geschädigt und ist als Futterquelle quantitativ und qualitativ eingeschränkt. Ähnliche Auswirkungen kann zumindest längerfristig eine Übersäuerung der Ozeane durch vermehrte Aufnahme von Kohlenstoffdioxid (CO2) darstellen, ein Effekt, der wegen seiner Rolle für die Klimaentwicklung sehr geschätzt wird, da er der belasteten Atmosphäre wieder Kohlenstoff abnimmt. die mit dem Wasser zur Kohlensäure reagiert. Das saure Wasser stört den Bau der Kalkskelette verschiedener Algen und Kleinstlebewesen. Von diesem Plankton sind dann wiederum Wale abhängig, da es für viele Arten die Hauptnahrungsquelle darstellt. Vor allem das Militär und die Geologie bedienen sich starker Sonare und erzeugen zusammen mit Sprengungen und Schiffsverkehr in zunehmendem Maße Lärm in den Ozeanen. Meeressäuger, die Biosonare zur Orientierung und Kommunikation verwenden, werden dadurch nicht nur behindert, sondern regelmäßig auch zu panischem Auftauchen veranlasst. Dabei kommt es zum Ausperlen von im Blut gebundenen Gasen, woran das Tier dann verendet, da die Gefäße blockiert sind, sogenannte Dekompressions-Unfälle (beim Menschen als "schwerer Tauchunfall" bekannt). Nach Marineübungen mit Sonareinsatz werden regelmäßig verendete Wale angespült, die Gasblasen in den Gefäßen haben. Der Schall reicht sehr weit und entfaltet seine verhängnisvolle Wirkung noch in über hundert Kilometern Umkreis. Abhängig von den eingesetzten Frequenzen sind unterschiedliche Arten stärker oder weniger betroffen. Es wird die Forderung erhoben, dass vor entsprechenden ausgedehnten Einsätzen von Sonartechnik zunächst, gegebenenfalls ebenfalls mit Sonar, ausgeschlossen werden muss, dass sich viele Meeressäuger in der Umgebung befinden.

Systematik

Frequenz Die Ordnung Cetacea wird klassisch in zwei Unterordnungen aufgeteilt:
- Bartenwale (Mysticeti) verdanken ihren Namen den Barten, kammartigen, an den Enden aufgefaserten Hornplatten, mit denen die Wale Kleintiere wie Plankton aus dem Meerwasser filtern, indem sie eine große Menge Meerwasser ins Maul nehmen und es durch die Barten auspressen. Beim Grönlandwal können die Barten über 4 Meter lang werden. Zu dieser Gruppe gehören die größten lebenden Tiere.
- Zahnwale (Odontoceti), zu denen auch die Delfine zählen, haben eine Reihe kegelförmiger Zähne, in beiden Kiefern (beispielsweise Delfine) oder nur im Unterkiefer, beispielsweise der Pottwal. Zahnwale zeichnen sich durch die Fähigkeit aus, ihre Umgebung mittels Echoortung wahrzunehmen. Während es bis in die 1970er Jahre noch Meinungen gab, dass Zahn- und Bartenwale sich unabhängig voneinander entwickelt hätten, geht man heute von einem gemeinsamen Vorfahren aus und hält die Wale für monophyletisch. Laut einer nicht allgemein anerkannten Theorie sollen die Bartenwale innerhalb der Zahnwale als Schwestergruppe der Pottwale entspringen. Letztere stellten also keine monophyletische Gruppe dar. Elf Walarten werden als Großwale bezeichnet. Dies ist jedoch keine systematische Kategorie, sondern eine zusammenfassende Bezeichnung für die Kolosse der verschiedenen Walfamilien. Siehe auch: Systematik der Wale, Moby Dick

Literatur


- Wally Lamb / Heinz Zwack: Die Musik der Wale. Ullstein-Taschenbuch Verlag, 2004
ISBN 3-548-84013-2
- Maurizio Würtz / Nadia Repetto: Wale & Delphine Sonderausgabe der Zeitschrift Tauchen, 1998 ISBN 3-86132-264-1
- Mark Carwardine: Wale und Delfine. Reihe paletti, Verlag Karl Müller, 2003 ISBN 3-89893-501-9 Siehe auch: Bibliografie der Wale

Weblinks


- [http://www.meeressaeuger.de/pepe/meeressaeuger/ www.meeressaeuger.de]
- http://www.wale-delphine.de/
- [http://www.cetaceen.de/ Die Welt der Wale und Delfine]
- [http://www.cetacea.de/ Wale, Delfine und Menschen]
- [http://www.tierenzyklopaedie.de/behrmann/walorientierung.html Wie orientieren sich Wale?]
- [http://clv.dyndns.info/pdf/255133.pdf „Fontänen statt Fingerabdrücke“] Kapitel über Wale (S. 19-38, als PDF) aus der Online-Version des Buches: Werner Gitt; K.-H. Vanheiden: Wenn Tiere reden könnten, 14. Aufl. 2004, ISBN 3-8939-7133-5 (kreationistische Sicht)

Gesprochene Wikipedia

Wale Kategorie:Wale ja:クジラ目 ms:Ikan paus

Krill

Krill ist ein norwegisches Wort und bedeutet übersetzt Walnahrung. Im engeren Sinne bezeichnet Krill Euphausiden, das sind Kleinkrebse, die Teil des Planktons (Zooplanktons) sind und zu den garnelenähnlichen Krebstieren der Ordnung Euphausiacea gehören. Krebstiere Die bekannteste Art ist der Antarktische Krill (Euphausia superba). Krill formt riesige Schwärme. Die Biomasse wird auf 100 - 800 Millionen Tonnen geschätzt, damit ist E. superba wahrscheinlich die erfolgreichste Tierart der Welt (Weltfischerei-Ertrag ca. 100 Millionen Tonnen pro Jahr zum Vergleich). Sie bildet die Grundlage für das Ökosystem der Antarktis und ist die Hauptnahrung vieler Wale, Robben, Eisfische, Tintenfische, Pinguine, Albatrosse und anderer Vögel. Krill wird bis zu sechs Zentimeter lang, zwei Gramm schwer und wahrscheinlich bis zu sechs Jahre alt. Der "Magen" schimmert grün durch die transparente Haut, Anzeichen dafür, dass E. superba sich überwiegend von Phytoplankton, besonders Kieselalgen ernährt, die er mit seinem faszinierenden Fangkorb aus dem Wasser filtert. Er wandelt die Primärproduktion direkt in ein relativ großes Tier um. Krill kann auch Algen von der Unterseite des Packeises abernten. Der Gesamtfang von E. superba beträgt etwa 90.000 Tonnen pro Jahr. Krill wird auch Leuchtgarnele oder Leuchtkrebs genannt, da er an den Augen und am Körper Leuchtorgane besitzt, die ein gelbgrünes Licht aussenden (Biolumineszenz). In der Literatur wird E.s. oft falsch als Euphasia superba oder Eupausia superba buchstabiert. Weitere wichtige Krill-Arten sind im Nordatlantik Meganyctiphanes norvegica und im Pazifik Euphausia pacifica.

Weblinks


- [http://www.ecoscope.com/krill virtuelles Mikroskop vom antarktischen Krill und weitere wissenschaftlich geprüfte Informationen]
- [http://ecoscope.com/krill/filter/index.htm Fangapparat]
- http://www.ecoscope.com/naturwis.htm
- http://www.ecoscope.com/polarbi2.htm
- http://www.ecoscope.com/icecave2.htm Kategorie:Krebstiere ja:オキアミ

Pottwal

Der Pottwal oder Spermwal (Physeter catodon oder Physeter macrocephalus) ist ein Säugetier in der Ordnung der Wale (Cetacea). Er ist unter den Zahnwalen der einzige Großwal. Nächste Verwandte des Pottwals sind der Zwergpottwal und der Kleine Pottwal.

Merkmale

Der Pottwal ist mit einer Länge von bis zu 18 m und einem Gewicht von bis zu 50 t der größte der Zahnwale und das größte bezahnte Tier der Erde. Männchen sind sehr viel größer und schwerer als Weibchen. Kennzeichnend für die Art ist der enorme, fast quadratische Kopf; der Unterkiefer ist verglichen mit der Größe des gesamten Schädels sehr schmal und mit bis zu 20 cm langen Zähnen besetzt. Eine Besonderheit ist, dass der Pottwal nur im Unterkiefer Zähne besitzt, die im Oberkiefer in entsprechende Aushöhlungen einrasten. Damit stellt sich die Frage nach dem Jagd- und Fressverhalten, die bislang nicht geklärt ist. Der Darm eines Pottwals kann eine Länge von bis zu 250 Metern erreichen. Der Körper ist massiv mit einem großen Kopf, der bis 1/3 der Gesamtlänge ausmacht. Der Rückenbuckel bzw. die Rückenflosse ist niedrig und variiert stark. Von der Rückenflosse bis zur Schwanzfluke zieht sich eine Reihe von Buckeln oder Zacken. Er hat kurze, stummelartige Brustflossen (Flipper). Die Fluke hat die Form von zwei aneinander liegenden rechtwinkligen Dreiecken, die an der Spitze leicht abgerundet und in der Mitte tief eingekerbt sind. Das einzige (unpaare) Blasloch befindet sich an der oberen Spitze des Kopfes auf der linken Seite. Das Gehirn wiegt etwa neuneinhalb Kilogramm und ist das größte Gehirn aller Tiere. Um sich vor eventuellen Feinden oder um jüngere Tiere zu schützen, schwimmen die Pottwale in einer speziellen Formation, die Margaritenblüte genannt wird. Zahnwal Der riesige Kopf eines Pottwals wird ganz von einem Organ ausgefüllt, das als Spermaceti-Organ bezeichnet wird. Dies ist ganz mit Walrat (auch Spermaceti genannt) gefüllt und kann allein ein Gewicht von zwei Tonnen haben. Da frühe Walfänger den Walrat wegen seiner typischen Konsistenz für das Sperma des Pottwals hielten, trägt das Organ seinen Namen, und der Pottwal heißt im Englischen noch immer „Sperm Whale“. Das Organ ist mit zwei Luftsäcken verbunden; diese Luftsäcke haben wiederum Verbindungen zu den Nasengängen. Obwohl das Spermaceti seit langem bekannt ist, ist seine Funktion weiterhin unklar. Als Theorien über den Sinn sind besonders verbreitet:
- Das Spermaceti soll dem Kopf männlicher Pottwale eine Stabilität und Kraft verleihen, damit dieser als Rammbock im Kampf genutzt werden kann. Bekannt und teilweise auch dokumentiert sind Fälle, in denen der Pottwal seine Stirn offenbar bewusst, gezielt und mehrfach als Rammbock gegen Schiffe einsetzte, wovon mindestens in einem Fall der Untergang eines 300 Tonnen großen Walfang-Seglers herbeigeführt wurde (Siehe auch Literatur-Eintrag „Owen Chase“ sowie Moby Dick).
- Das Organ soll den Auftrieb kontrollieren; durch Ein- und Ausfuhr von Wasser wird die Dichte verändert, so dass der Wal sinken oder aufsteigen kann.
- Das Spermaceti-Organ hilft beim Entleeren der Lungen vor dem Tauchen und absorbiert bei großem Wasserdruck Stickstoff.
- Es handelt sich um ein Organ zur Erzeugung von Tönen und zur Echoortung. Keine dieser vier Theorien ist bis heute als einzige Möglichkeit bestätigt. Die Lautgebungen eines Pottwals haben wenig mit den Gesängen der Bartenwale gemein. Es handelt sich vielmehr um eine Folge von Klicklauten, die eine viel niedrigere Frequenz als die der Delfine haben. Die Sequenz der Klicklaute ist individuell verschieden.

Verbreitung

Der Pottwal kommt in allen Ozeanen vor. Er ist am häufigsten in den Tropen und Subtropen, manchmal trifft man Pottwale aber selbst noch in den Polargebieten an. Am 13. August 2004 wurde erstmalig ein Pottwal in der Ostsee gesichtet, die für das Überleben des Tieftauchers jedoch viel zu flach sein dürfte.

Verhalten

Tauchtiefen von 350 m werden offenbar regelmäßig überschritten; dabei tauchen Männchen im Schnitt tiefer als Weibchen. Die Dauer eines Tauchgangs kann 20 bis 80 Minuten betragen. Manche Männchen stoßen bis in extreme Tiefen über 1000 m vor; ein Sonar ortete einen Pottwal in 2500 m Tiefe, und es gibt sogar Anzeichen dafür, dass manchmal Tiefen von mehr als 3000 m erreicht werden. Bezüglich der Fortbewegung werden als Wanderungsgeschwindigkeit "bis zu 30 km/h" angegeben [http://www.tierenzyklopaedie.de/tiere/pottwal.html]. Sonar Die von Pottwalen erjagte Beute besteht hauptsächlich aus Tintenfischen. Der immer noch geheimnisvolle Riesenkalmar wird regelmäßig im Magen von Pottwalen gefunden; auf den Körpern von Pottwalen findet man außerdem Abdrücke von Saugnäpfen der Riesenkalmare. Hieraus wird gelegentlich der Schluss gezogen, dass Wale und Kalmare einander Kämpfe in der Tiefsee liefern; wahrscheinlicher ist aber, dass der Pottwal trotz einiger Gegenwehr des Riesenkalmars den Gegner leicht überwältigt. Neben Tintenfischen ernähren sich Pottwale zu einem geringen Prozentsatz auch von Fischen, teilweise sogar von größeren Krustentieren. Gerade bei den Bullen scheint Fisch einen größeren Anteil der Nahrung auszumachen, besonders in den nördlicheren Gebieten. Weibliche Pottwale bilden soziale Verbände mit ihren Jungen. Sie leben in Gruppen von etwa fünfzehn bis zwanzig Tieren; vor dem Zeitalter des Walfangs sollen diese Schulen noch weit größer gewesen sein und einige hundert Tiere umfasst haben. Geschlechtsreife Männchen müssen den Verband verlassen. Die jugendlichen Männchen schließen sich ihrerseits zu Gruppen zusammen, alte Männchen aber sind allein unterwegs. In der Fortpflanzungszeit stoßen die Männchen wieder zu den Verbänden der Weibchen. Hier unterhält ein Männchen nun einen Harem von etwa zehn Weibchen. Das Sozialverhalten in dieser Zeit ist noch nicht vollständig geklärt. Manche Beobachtungen sprechen dafür, dass es zwischen rivalisierenden Männchen zu Kämpfen um das Recht der Haremsführung kommt, während andere den Aufbau einer Hierarchie zu belegen scheinen, in der sich mehrere Männchen einen Harem teilen. Die Weibchen bringen ein Junges zur Welt, das 4 m lang ist und eine Tonne wiegt. Es wird ein bis zwei Jahre gesäugt, bevor es selbständig fressen kann. Weibchen werden im Alter von acht Jahren geschlechtsreif. Männchen sind theoretisch kurz darauf geschlechtsreif, verbringen aber sehr viele Jahre in den Verbänden jugendlicher Pottwale und beginnen für gewöhnlich erst im Alter von 25 Jahren, die Schulen der Weibchen aufzusuchen und Nachwuchs zu zeugen. Die Lebensdauer wird auf 75 Jahre geschätzt.

Walfang und Schutz

Aufgrund der Bejagung in der Vergangenheit sind die Bestände immer noch so gering, dass der Pottwal als gefährdet gilt. Schätzungen des Bestandes differieren erheblich.
Walfänger in der Vergangenheit berichteten von weit größeren Dimensionen des Pottwals. So schätzte Owen Chase in dem Bericht über den Untergang des Walfängers Essex 1820 aufgrund eines Pottwalangriffs die Länge dieses Pottwals auf 85 Fuß beziehungsweise rund 25 Meter. Da das Walfangschiff selbst als eventueller Vergleichsmaßstab eine Länge in dieser Größenordnung hatte, kann diese Schätzung als realistisch angesehen werden. Dies wiederum lässt darauf schließen, dass die Walpopulation so dezimiert ist, dass die meisten Pottwale derzeit nicht zur vollen Größe auswachsen können. Begehrt war neben dem Tran aus dem Speck, insbesondere das im Kopf befindliche Walrat (Spermaceti) und Ambra aus den Därmen. In den 1960ern und 1970ern waren alljährlich über 20.000 Pottwale getötet worden. Das Walfangmoratorium 1985 kam zu spät, um die Bestände zu retten. Heute wird die weltweite Gesamtpopulation auf 10.000 Pottwale geschätzt. Bild:Pottwal_an_der_Wasseroberfläche_Fluke.jpg|Fluke eines Pottwals beim Abtauchen Bild:Pottwalschaedel.jpg|Pottwalschädel

Benennung

Im Deutschen wird dieser Wal Pottwal, seltener auch Spermwal genannt. Als wissenschaftlicher Name werden Physeter macrocephalus (großer Kopf) und Physeter catodon (Zähne nur im Unterkiefer) verwendet. Welcher der beiden Namen sich letztendlich durchsetzen wird, ist offen.

Literatur

Walfangmoratorium
- Steffen, A.u.W.: Pottwale. Im dunklen Blau des Meeres, 160 S. m. 190 Fotos, Heel Verlag, Königswinter, ISBN 3-89880-222-1
- Owen Chase: Der Untergang der Essex (Originaltitel Narrative of the Most Extraordinary and Distressing Shipwreck of the Whaleship Essex of Nantucket), Broschiert – 148 Seiten – Piper, 2002, ISBN 349223514X

Siehe auch


- Walexplosion

Weblinks


- http://www.pottwale.de Informationen über die Lebensweise, den Lebensraum, die besondere Anatomie der Pottwale und vieles mehr
- http://www.whale-images.com/sperm_whales_1.htm Pottwal-Fotos
- http://www.cetaceen.de/sp91/
- http://www.schmidt-fluke.de/ueberleg.htm Physiologie des Tieftauchens beim Pottwal Kategorie:Wale ja:マッコウクジラ ms:Paus sperma

Embryo

Der oder das Embryo (griechisch έμβρυο [sächlich]), auch der Keim oder der Keimling, ist ein Lebewesen in der frühen Form der Entwicklung. Bei höheren Pflanzen besteht der Embryo aus Keimwurzel (Radicula), Sprossknospe (Plumula) und Keimblatt (Kotyledon) beziehungsweise Keimblättern (Kotyledonen). Im Rahmen der Keimung entwickelt sich aus ihm der Keimling. Bei Tieren wird der sich aus einer befruchteten Eizelle (Zygote) neu entwickelnde Organismus als Embryo bezeichnet, solange er sich noch im Muttertier oder in einer Eihülle oder Eischale befindet. Beim Menschen wird der Embryo nach Ausbildung der inneren Organe ab der neunten Schwangerschaftswoche als Fetus (auch Fötus geschrieben) bezeichnet.

Juristische Aspekte

In der Rechtsprechung wird der Begriff Embryo allerdings anders verwendet. So ist die Forschung mit menschlichen Embryonen in etlichen Ländern bis zum 14. Lebenstag erlaubt. Bis zu diesem Zeitpunkt hat sich nach derzeit geltenden Definitionskritirien noch kein individueller Mensch entwickelt, da die Bildung des Primitivstreifens des Zentralnervensystems erst nach dem 14. Entwicklungstag stattfindet. Manche Forscher sprechen daher in den ersten Lebenstagen eines Embryos von einem präembryonalen Stadium oder einem Präembryo, nicht aber von einem echten Embryo. Daraus leitet die Rechtsprechung eine abgeschwächte Verpflichtung ab, das Leben des Embryo bis dahin zu schützen. Tierische und menschliche Embryonen werden von der Wissenschaft oft für experimentelle Zwecke genutzt. Für die medizinische Forschung werden aus menschlichen Embryonen und abgetriebenen Föten beispielsweise Stammzellen gewonnen. In einigen Ländern ist das therapeutische Klonen zugelassen. Zur Rechtfertigung werden meistens folgende Argumente vorgebracht:
- Bis zum 14. Tag gebe es bei menschlichen Embryonen keine Individualität.
- Daraus ergebe sich, dass der Lebensschutz auf diesen frühen Embryonalstadien nicht so hoch angesetzt werden müsse, wie bei einem menschlichen Lebewesen, bei dem die Individualität feststeht, denn der Nutzen der Experimente an embryonalen Zellen für die Menschheit sei höher zu bewerten.
- Wenn die Experimente im eigenen Land verboten seien, würden sie in anderen Ländern gemacht, so dass es aus Gründen des wissenschaftlichen Fortschritts günstiger sei, die Versuche im eigenen Land zu erlauben. Das österreichische Fortpflanzungsmedizingesetz von 1992 und das deutsche [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/eschg/index.html Embryonenschutzgesetz] von 1990 erlauben weder das therapeutische Klonen noch die Verwendung von Embryonen für therapeutische Zwecke. In Deutschland wird seitdem intensiv darüber diskutiert, ob die Forschung mit embryonalen Stammzellen nicht doch erlaubt werden sollte.

Literatur

Erich Blechschmidt: Wie beginnt das menschliche Leben? Vom Ei zum Embryo. Stein am Rhein, 1989, ISBN 3-7171-0653-8

Siehe auch


- Embryonalentwicklung
- Embryonenschutzgesetz

Weblinks


- [http://embryotox.de Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie] Kategorie:Zoologie Kategorie:Embryologie Kategorie:Pränatalmedizin ja:胚 simple:Embryo

Plankton

Plankton (von griechisch πλανκτον - das Umherirrende) ist die Bezeichnung für die frei im Wasser treibenden und schwebenden Organismen. Frei umherschwimmende Organismen, die ihre Schwimmrichtung grundsätzlich auch gegen Strömungen ausrichten können werden als Nekton bezeichnet. Der Begriff wurde 1887 von dem Kieler Meereskundler Victor Hensen eingeführt, der 1889 die erste wissenschaftliche Expedition leitete, die sich nur mit Plankton beschäftigte. Die systematische Planktonforschung begründete der berühmte Meeresbiologe Johannes Peter Müller (1801-1858) im Jahre 1846. Die im Meer treibende Lebensgemeinschaft nannte Müller auf Empfehlung Jacob Grimms den "Auftrieb". Müllers Arbeiten auf Helgoland setzten Maßstäbe in der internationalen Planktonforschung, die noch heute eine bedeutende Forschungssäule der 1892 begründeten Biologischen Anstalt Helgoland ist.

Lebensräume

Plankton ist in Gewässern fast allgegenwärtig. Dennoch werden aufgrund des geringen Vorkommens von Nährstoffen die meisten Meeresgebiete als ökologische Wüsten betrachtet. Kommt es in stehenden Binnengewässern und Fließgewässern zu Nährstoffüberschuss kann das stark anwachsende Phytoplankton zum sogenannten "Umkippen" führen. Süßwasserplankton wird als Limnoplankton, Meerwasserplankton als Haliplankton bezeichnet.

Größenunterschiede

Plankton gibt es in allen möglichen Formen und Größen. Besonders kleine Organismen (4-40 µm) werden dem Nanoplankton (auch Nannoplankton) zugerechnet. Die kleinsten Formen sind Bakterien, von denen bis zu zwei Millionen in einem Teelöffel Wasser Platz haben. Aber auch große Phytoplanktonvertreter sind meist kleiner als der Durchmesser eines menschlichen Haares. Auch beim Zooplankton gibt es winzige Formen, aber auch bis zu 9 Meter große Quallen, die nicht gegen Strömungen anschwimmen, sondern passiv driften, zählen zum Plankton. Die mittelgroßen Arten werden als Mesoplankton, die großen - nicht zum Nekton gehörigen - Arten als Makroplankton und Riesenformen, wie die schon erwähnten Quallenarten, als Megaplankton oder Megaloplankton bezeichnet. Man unterscheidet:
- Bakterioplankton (bakterielles Plankton): Kokken, Stäbchen, Vibrionen
- Phytoplankton (pflanzliches Plankton): Kieselalgen (Bacillariophyta), Dinoflagellaten (Dinoflagellata), Kammerlinge (Foraminifera) etc.
- Zooplankton (tierisches Plankton): Copepoden, Krill, Pfeilwürmer, Fischlarven, Polychaetenlarven und einige ausgewachsene (adulte) Polychaeten (Borstenwürmer), Krebslarven, Echinodermatenlarven (Seesterne u.a.), Manteltiere (Tunicaten) sowie ihre Larven, etc.

Zooplankton

Die größte tierische Biomasse einer Art bzw. Gattung wird nach bisherigen Kenntnissen durch den Copepoden Calanus spec (z.B. Calanus finmarchicus) dargestellt. Ohne das Plankton der arktischen Gewässer fehlte den riesigen Plankton filtrierenden Bartenwalen wie z.B. dem Blauwal oder dem Finnwal die Nahrungsgrundlage. Auch große Fischschwärme ernähren sich von den Planktonmassen.

Phytoplankton

Einzellige Kieselalgen machen den Hauptteil des Phytoplanktons aus. Die Zellen sind von einer zweiteiligen Schale (Theka) aus Kieselsäure umgeben. Verschiedenen Untersuchungen zufolge ist die größte gebundene Menge an Kohlendioxid nicht in den tropischen Wäldern, sondern im pflanzlichen Plankton der Weltmeere gebunden.

Planktonfiltrierer

Plankton steht an der Basis der marinen und limnischen Nahrungsnetze. Die im folgenden aufgelisteten Arten sind bekannte Vertreter dieser Ernährungsweise:
- Blauwal
- Finnwal
- Walhai
- Riesenhai
- Flamingo

Weblinks

[http://idw-online.de/pages/de/news?print=1&id=4586 IDW-Pressemitteilung 150 Jahre Planktonforschung (1996)]

Literatur


- Jörg Ott, Meereskunde, 2te Auflage, UTB Stuttgart 1996, ISBN 3825214508
- Ökologie - dtv-Atlas 1998 Siehe auch: Planktologie; Ökosystem See, Luftplankton Kategorie:Limnologie Kategorie:Ozeanologie ------------- Weitere Namensträger:
- Plankton - Rockband aus der Schweiz ([http://www.plankton.ch/ www.plankton.ch]) ---------- ja:プランクトン

Furchenwale

Die Furchenwale (Balaenopteridae) sind eine Familie der Bartenwale. Hierher gehören nicht nur die größten aller Wale, sondern auch die größten lebenden Tiere überhaupt. Die neun Arten sind zwischen 7 und 31 m lang. Von den Glattwalen, der anderen großen Familie der Bartenwale, unterscheiden sie sich durch folgende Merkmale: Vorhandensein einer Rückenflosse, eine schlankere Gestalt, deutlich kürzere und breitere Barten, sowie die namengebenden Kehlfurchen. Die Furchen sind Längsfalten, die von der Kehle über die Brust laufen; jede der 10-100 Furchen ist etwa 5 cm tief; sie dehnen sich aus, wenn der Wal sein Maul öffnet, so dass es zu einer beträchtlichen Vergrößerung des Rachenraums kommt. Hierdurch kann der Wal erheblich mehr Wasser aufnehmen als er es sonst vermocht hätte, und infolge dessen bleiben beim Auspressen mehr Nahrungspartikel in den Barten hängen. Furchenwale sind schnelle Schwimmer. Sie unternehmen große Wanderungen, bei denen sie zwischen warmen und kalten Klimazonen wechseln. Daher sind Furchenwale in allen großen Ozeanen verbreitet, meiden aber kleine Nebenmeere. Alle Furchenwale wurden wegen ihres Trans und ihres Fleisches heftig bejagt. Zwar galten sie wegen ihrer dünneren Fettschicht als weniger wertvoll als die Glattwale, doch nachdem die Glattwale weitgehend ausgerottet waren, ging man zur Jagd auf Furchenwale über. Dadurch wurden vor allem die großen Arten wie Blauwal, Finnwal und Buckelwal an den Rand des Aussterbens gebracht. Seit 1986 sind sie geschützt, allerdings werden Zwergwale weiterhin gejagt. Die Furchenwale spielten stets eine bedeutende ökologische Rolle. Allein in der antarktischen Region wurden jährlich über 100 Millionen Tonnen Krill durch große Wale gefressen. Durch das Fehlen der Wale nahm die Masse des Krills erheblich zu und ermöglichte anderen Tieren wie zum Beispiel den Krabbenfressern eine Bestandsexplosion.

Systematik


- Gattung Megaptera
  - Buckelwal (Megaptera novaeangliae)
- Gattung Balaenoptera
  - Zwergwal-Gruppe
    - Nördlicher Zwergwal (Balaenoptera acutorostrata)
    - Südlicher Zwergwal (Balaenoptera bonaerensis)
  - Blauwal-Gruppe
    - Finnwal (Balaenoptera physalus)
    - Blauwal (Balaenoptera musculus)
    - Balaenoptera omurai
  - Brydewal-Gruppe
    - Brydewal (Balaenoptera brydei)
    - Seiwal (Balaenoptera borealis)
    - Edenwal (Balaenoptera edeni) Zwei dieser Arten, der Edenwal und der kürzlich beschriebene, noch keinen deutschen Namen tragende Balaenoptera omurai, wurden erst in jüngster Zeit anerkannt. Genanalysen ihrer Gewebeproben zeigten, dass sie eigene Arten sind. Kategorie:Wale

Zunge

Die Zunge (lat. Lingua, griech. Glossa) ist das längliche Organ, das auf dem Boden der Mundhöhle liegt und diese bei geschlossenen Kiefern fast ganz ausfüllt.

Aufbau

Die Oberseite der Zunge (Zungenrücken, Dorsum linguae) ist etwas gewölbt, liegt ganz frei und zeigt hinten eine dreieckige Vertiefung, das blinde Loch, in dem sich mehrere Schleimdrüsen öffnen. Die untere Fläche ist mit ihrem mittleren Teil an den Boden der Mundhöhle angewachsen und vorn durch eine Falte der Mundschleimhaut, das Zungenbändchen (Frenulum linguae), so angeheftet, dass nur die Spitze und die Seitenränder frei sind. Erstreckt sich das Zungenbändchen zu weit nach vorn, so wird dadurch die freie Beweglichkeit der Zunge beeinträchtigt. Dieser Fehler kann durch einen Schnitt in das Zungenbändchen (Zungenlösung) beseitigt werden. Der hinterste, dickste Teil der Zunge, die Zungenwurzel (Radix linguae), ist am Zungenbein befestigt, das im oberen Teil des Halses liegt und durch Muskeln und Bänder wieder mit dem Kehlkopf in Verbindung steht. In der Mittellinie der Zunge ist eine Art senkrechter Scheidewand aus Sehnenfasern vorhanden, die Zungenknorpel heißt. Im Übrigen besteht die Zunge jedoch vorwiegend aus Muskelfasern mit zahlreichen dazwischen verlaufenden Nerven und Blutgefäßen. Die Muskelfasern sind in allen möglichen Richtungen angeordnet und ermöglichen dadurch die überaus große Beweglichkeit der Zunge sowie ihre Fähigkeit, ihre Gestalt auf vielfache Weise zu verändern. Auf der sehr dicken Zungenhaut, die eine Fortsetzung der Mundschleimhaut ist, befinden sich die zahlreichen Papillen (Zungenwärzchen), die fadenförmig, keulenartig oder platt sind. Von diesen sind die so genannten Geschmackspapillen (Papillae gustatoriae) mit den eigentlichen Geschmacksorganen, den Geschmacksknospen zu unterscheiden, die mit den Geschmacksnerven (Nervus glossopharyngeus, Chorda tympani) verbunden sind. Die Zunge enthält zahlreiche kleine Speicheldrüsen, besonders in der Gegend der Zungenwurzel. Die gesamte Oberfläche der Zunge ist von einem zarten Oberhäutchen oder Epithel überzogen. Wenn sich dieses Häutchen stark verdickt, bildet sich der weißliche Belag der Zunge, der durch Speichel und Speisereste noch vergrößert wird, die sich in den zahlreichen Vertiefungen zwischen den Papillen einlagern und die Entwicklung von Fäulnispilzen begünstigen.

Aufgabe der Zunge

Der abgesonderte Speichel sorgt für eine bessere Gleitfähigkeit der Nahrungsbrocken, wobei im Speichel enthaltene Enzyme mit der Aufspaltung von Kohlenhydraten (Stärkeketten) in kurzkettigere Saccharide beginnen (Vorverdauung). Die Zunge selbst dient zum Transport der Nahrung im Mund, sodass sie gut durchgekaut und schließlich in kleinen Portionen heruntergeschluckt werden kann. Außerdem ist die Zunge beim Sprechen unverzichtbar. Viele Laute können ohne Zunge nicht erzeugt werden. Die Zunge ist zudem das Organ, welches das Schmecken ermöglicht. Es werden die Geschmacksqualitäten süß, sauer, bitter, salzig und umami unterschieden.

Zunge der Tiere

Bei den Wirbeltieren ist die Zunge im Allgemeinen vorhanden. Bei den Fischen besteht sie nur in dem oft mit Zähnen besetzten Überzug des Zungenbeins; bei den Amphibien ist sie vielfach dick, vorn befestigt, dagegen mit ihrem hinteren zweilappigen Teil beweglich und vorstreckbar; bei den Reptilien ist sie häufig schmal, verhornt und aus einer besonderen Scheide vorschnellbar, aber auch breit und fest; ähnlich verhält sie sich bei den Vögeln, während sie bei den Säugetieren meist der des Menschen nahe kommt.

Siehe auch


- Geschmack (Sinneseindruck)
- Schlucken
- Zungenschaber
- Zunge (Lebensmittel)

Weblinks

Kategorie:Verdauungsapparat ja:舌

Glattwale

Die Glattwale (Balaenidae) sind eine Familie der Bartenwale. Benannt sind sie nach ihrer glatten Kehle, die sie von den Furchenwalen mit ihrer gefurchten Kehle unterscheidet. Zu der Gattung gehören vier Arten, die alle zu den Großwalen gezählt werden. Kennzeichnend für die Glattwale ist der gewaltige Kopf, der fast ein Drittel der Gesamtlänge ausmacht. Die große Unterlippe ist in eigentümlicher Weise aufwärts gebogen, so dass sie bei geschlossenem Maul teilweise vor dem Oberkiefer liegt. Eine Rückenflosse fehlt. Die etwa 700 Barten sind lang und biegsam; bei geschlossenem Maul biegen sie sich einwärts, um im Gaumen des Wals Platz zu finden. Eine anatomische Besonderheit der Glattwale ist die Verschmelzung der sieben Halswirbel zu einem einheitlichen Knochen. Während frühere Quellen drei oder nur zwei Arten zu dieser Familie zählten, geht man heute von vier Arten. Die Unstimmigkeit kommt zum einen daher, dass der Zwergglattwal manchmal hierher statt zu einer eigenen Familie gezählt wird; zum anderen wurden die drei Arten der Gattung Eubalaena früher als eine oder zwei Arten betrachtet. In den modernen Systematiken unterscheidet man jedoch:
- Grönlandwal (Balaena mysticetus)
- Atlantischer Nordkaper (Eubalaena glacialis)
- Pazifischer Nordkaper (Eubalaena japonica)
- Südkaper (Eubalaena australis) Die Glattwale waren die ersten Großwale, die in großem Umfang gejagt wurden. Wegen ihrer geringen Geschwindigkeit, weil der Körper nach dem Tod an der Oberfläche treibt und aufgrund des hohen Ertrags an Öl und Barten waren sie bevorzugtes Ziel des kommerziellen Walfangs. Als Folge der ungehemmten Bejagung brachen die Populationen zusammen und erholen sich seit dem Ende des Walfangs nur langsam. Kategorie:Wale

Grauwal

Der Grauwal (Eschrichtius robustus) ist ein Bartenwal arktischer bis warm-gemäßigter Gewässer. Wegen vieler einzigartiger Merkmale vertritt er eine eigene Familie, die zwischen Glattwalen und Furchenwalen zu vermitteln scheint.

Merkmale

Ein ausgewachsener Grauwal erreicht eine Länge von 13-14 m und ein Gewicht von 30 Tonnen. Seine Farbe ist schiefergrau. Von weitem sind weiße Flecken zu erkennen, bei denen es sich aber meistens um Kolonien parasitischer Krebstiere wie Seepocken und Walläuse handelt, die massenhaft die Haut des Grauwals besiedeln. Eine Rückenfinne fehlt, aber es gibt entlang des Rückens mehrere buckelartige Hervorwölbungen. 150 Barten befinden sich auf jeder Seite des Mauls, jeweils etwa 40 cm lang.

Verbreitung

Walläuse Grauwale leben dauerhaft näher an den Küsten als jede andere Walart. Sie sind wandernde Wale, die den Sommer in polaren Gewässern verbringen und im Winter südwärts ziehen. So verbringen die Populationen des Beringmeers den Winter vor den Küsten von Kalifornien und Baja California einerseits und Korea und Japan andererseits. Die atlantischen Grauwale sind ausgestorben. Sie haben einst zwischen Spitzbergen, Grönland und Kanada den Sommer verbracht; im Winter sind sie vermutlich an die Küsten der US-Südstaaten, Portugals und Nordafrikas gezogen.

Lebensweise

Nordafrika Als langsame Schwimmer erreichen Grauwale Geschwindigkeiten von 8 km/h. Sie tauchen für vier bis fünf Minuten, bevor sie wieder auftauchen. Während sie sich an der Oberfläche aufhalten, vollführen sie oft Sprünge, bei denen sie mit Kopf und Oberkörper aus dem Wasser stoßen und sich dann wieder zurückfallen lassen. Nahrung sind kleine Organismen, die in den Barten hängen bleiben. Dies sind meistens Flohkrebse, aber auch Ruderfußkrebse und kleine Fische. Das Filtern von Bodenbewohnern aus dem Schlamm vom Meeresboden ist eine einzigartige Ernährungsweise unter den Bartenwalen. Als Anpassung daran sind die Barten des Grauwals kurz und robust. Während ihrer Wanderungen können sich Grauwale zu Gruppen von zwei oder drei Individuen zusammenfinden, insgesamt sind sie jedoch einzelgängerische Tiere. Geburten erfolgen im Winterquartier in geschützten Lagunen. Die Kälber sind bei der Geburt etwa 5 m lang. Sie werden während der folgenden Wanderung und des Aufenthalts im Sommerrevier gesäugt und sind vor der Rückwanderung nach Süden entwöhnt.

Walfang und Schutz

Als küstennah lebende Spezies wurde der Grauwal schon früh von Menschen bejagt. Ob dies der Grund ist für das sehr frühe Aussterben der europäischen Bestände (um 500 n.Chr.), ist nicht mehr nachvollziehbar. Die westatlantischen Grauwale starben um 1700 aus. Seitdem lebt der Grauwal nur noch im Pazifik. Die westpazifischen Populationen wurden im 18. und 19. Jahrhundert von japanischen Walfängern geplündert. Es ist unklar, ob die Grauwale des Westpazifik ausgestorben sind; gelegentliche Sichtungen vor den koreanischen Küsten können auch verirrte Einzeltiere aus dem Ostpazifik sein. Die Überwinterungsplätze der ostpazifischen Grauwale wurden 1846 entdeckt. Hiernach wurden Walfangstationen an den dortigen Küsten eingerichtet und binnen weniger Jahre Tausende Wale getötet. Erst 1946 wurde die Art unter Schutz gestellt und vor dem Aussterben bewahrt. Seitdem sind die Bestände wieder gewachsen, so dass es heute etwa 20.000 Grauwale gibt. In den letzten Jahren wurden von der indigenen Bevölkerung Russlands ca. 110 Grauwale jährlich gejagt.[http://www.iwcoffice.org/_documents/table_aboriginal.htm] An der nordamerikanischen Küste sind Grauwale wegen ihrer Küstennähe ein sehr beliebtes Ziel für den Waltourismus.

Siehe auch


- Walexplosion

Weblinks


- [http://www.cetaceen.de/sp15/ Eintrag bei Cetaceen.de] Kategorie:Wale ja:コククジラ

Buckelwal

Der Buckelwal (Megaptera novaeanglia) ist ein oft in Küstennähe vorkommender Vertreter der Furchenwale.

Merkmale

Mit einer durchschnittlichen Länge von 13 m sind Buckelwale relativ kleine Bartenwale. Allerhöchstens erreichen sie 15 m Länge. Das Gewicht liegt bei 30 Tonnen. Die Brustflossen sind weit größer als bei allen anderen Walen, sie erreichen fast ein Drittel der Körperlänge. Auch die Schwanzflosse ist gewaltig, während die Rückenflosse winzig ist. Die Färbung ist oberseits schwarz und unterseits weißlich; weiße Flecken kommen durch den Befall mit Seepocken zustande. Der Buckelwal hat 14 bis 20 Kehlfurchen sowie knotige Hautverdickungen an Kopf und Flossen, auf denen ein bis zwei Borsten stehen. All diese Merkmale lassen den Buckelwal so abweichend erscheinen, dass er von den anderen Furchenwalen abgetrennt und in eine eigene Gattung gestellt wird.

Verbreitung

Der Buckelwal lebt in allen Ozeanen. Die Sommerquartiere liegen dabei in polaren Meeren, die Winterquartiere in tropischen und subtropischen Gewässern. Während ihrer Wanderungen halten sich Buckelwale oft in Küstennähe auf und dringen in Buchten und sogar Flussmündungen ein. Seepocken

Verhalten

Buckelwale sind schnelle Schwimmer, die sich durch akrobatische Sprünge auszeichnen, bei denen sie sich mit dem gesamten Körper aus dem Wasser erheben. Die Nahrung besteht vor allem aus Krill, und zu einem kleinen Teil auch aus Fischen. Gefressen wird nur in den Sommerquartieren. Im Winter zehren Buckelwale von ihren Fettreserven. Krill Zwar geben alle Bartenwale Töne von sich, bei den Buckelwalen aber gibt es die größte Vielfalt von Stimmäußerungen. Der Gesang der Buckelwale gehört zu den facettenreichsten Tierlauten überhaupt. Man hat festgestellt, dass es bei den Gesängen verschiedene Dialekte gibt; so haben die nordatlantischen Buckelwale einen Gesang, der sich deutlich von dem der nordpazifischen unterscheidet. Gesungen wird nur in den Winterquartieren, während die Lautäußerungen im Sommer unterbleiben. Der Gesang selbst zählt mit einer stattlichen Lautstärke von 190 Dezibel zu den lautesten Rufen im Tierreich. Buckelwale leben überwiegend allein oder gelegentlich zum Jagen und Paaren in kleinen Gruppen von zwei bis neun Tieren. Kühe mit Neugeborenen werden oft von einem Bullen begleitet, der sie gegen zudringliche andere Wale verteidigt. Die Tragzeit der Weibchen beträgt etwa zwölf Monate. Junge sind bei der Geburt etwa 4 m groß. Ein Buckelwal wird im Alter von fünf Jahren geschlechtsreif und kann 75 Jahre alt werden.

Walfang und Schutz

Krill Ursprünglich gab es etwa 125.000 Buckelwale. Weil er sich der Küste nähert und nicht sonderlich groß ist, ist der Buckelwal leichter zu jagen als andere Großwale. Er wurde daher schon im Altertum gejagt, in großem Stil aber seit dem 17. Jahrhundert. Während des 20. Jahrhunderts wurden die Bestände so massiv geplündert, dass man das Aussterben der Art befürchtete. 1966 wurde daher von der Internationalen Walfangkommission ein totales Fangverbot ausgesprochen. Heute gibt es weltweit noch etwa 10.000 Buckelwale. Kategorie:Wale ja:ザトウクジラ

Zahnwale

Die Zahnwale (Odontoceti) bilden eine der beiden Unterordnungen der Wale (Cetacea). Im Gegensatz zu den Bartenwalen tragen sie Zähne in den Kiefern. Sie sind Fleischfresser, die hauptsächlich Fische, Tintenfische und in manchen Fällen Meeressäuger jagen.

Anatomie

Die meisten Zahnwale sind sehr viel kleiner als die Bartenwale. Nur eine Art wird zu den Großwalen gezählt, nämlich der Pottwal. Die übrigen Arten sind klein bis mittelgroß. Weiterhin unterscheiden sich Zahnwale von den Bartenwalen dadurch, dass sie nur ein einziges Blasloch (und nicht deren zwei) haben. Die Zähne sind bei den verschiedenen Arten ganz unterschiedlich ausgeprägt. Viele Zahnwale besitzen sehr viele Zähne, bis zu 100 bei einigen Delfinen, dagegen trägt der Narwal einen langen Stoßzahn. Auch bei den fast zahnlosen Schnabelwalen haben die Männchen bizarr geformte Zähne.

Verhalten

Fortbewegung

Die meisten Zahnwale sind schnelle Schwimmer. Die kleinen Arten reiten gelegentlich auf Wellen, etwa den Bugwellen von Schiffen. Besonders häufig sind dabei die Delfine anzutreffen, die auch bekannt für ihre akrobatischen Sprünge sind, wie etwa der Spinner.

Töne

Lautgebungen spielen bei Zahnwalen eine große Rolle. Neben zahlreichen Pfeiflauten zur Kommunikation beherrschen sie den Einsatz von Ultraschalltönen für die Echolokation. Dieser Sinn ist insbesondere bei der Jagd von großer Bedeutung.

Sozialverhalten

Meist leben Zahnwale in Gruppen von einigen bis etwa einem Dutzend Tieren. Diese so genannten Schulen können sich vorübergehend zu größeren Ansammlungen bis zu tausenden Walen zusammenschließen. Zahnwale sind zu komplexen Leistungen in der Lage, etwa zur Kooperation bei der Jagd auf Fischschwärme. In Gefangenschaft beweisen einige Arten eine hohe Lernfähigkeit, weswegen sie von Zoologen zu den intelligentesten Tieren gezählt werden.

Taxonomie

Man unterteilt die Zahnwale in neun Familien:
- Pottwale (Physeteridae)
- Schnabelwale (Ziphiidae)
- Gangesdelfine (Platanistidae)
- Chinesische Flussdelfine (Lipotidae)
- La-Plata-Delfine (Pontoporiidae)
- Amazonasdelfine (Iniidae)
- Gründelwale (Monodontidae)
- Schweinswale (Phocoenidae)
- Delfine (Delphinidae) Es gibt mehrere Ansätze, diese Familien zu Überfamilien zusammenzufassen. Ziemlich gesichert ist allein, dass die Familien der Delfine, Schweinswale und Gründelwale miteinander verwandt sind. Sie werden manchmal als Delfinartige (Delphinoidea) zusammengefasst. Dagegen ist die Zusammenfassung von Ganges-Delfin, Chinesischem Flussdelfin, La-Plata-Delfin und Amazonasdelfin in einer gemeinsamen Gruppe der Flussdelfine nicht haltbar; all diese Arten haben gemeinsam, dass sie im Süßwasser leben, sind aber mit Sicherheit voneinander unabhängig entstanden. Pottwale und Schnabelwale sind wahrscheinlich ziemlich ursprüngliche Familien der Zahnwale und sind mit keiner anderen Familie näher verwandt.

Menschlicher Einfluss

Der Pottwal wurde lange Zeit für die Industrie intensiv gejagt. Während auf einige Kleinwale wie den Grindwal noch heute Jagd gemacht wird, sind die meisten Arten hauptsächlich durch den Beifang bedroht. Insbesondere beim Thunfischfang ertrinken Tausende von Delfinen in den Netzen. Die Haltung von Kleinwalen, zumeist Großen Tümmlern, Schwertwalen und Belugas, ist eine große Attraktion für Ozeanarien und Zoos. Sie ist jedoch wegen des großen Platzbedarfs der Meeressäuger umstritten. Kategorie:Wale ja:ハクジラ亜目

Infraschall

Unter Infraschall versteht man Schallwellen, deren Frequenz unter 16 Hz liegt. Infraschall ist für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbar. Allerdings wird vermutet, dass manche Menschen Infraschall auf andere Art und Weise wahrnehmen; Orgeln haben manchmal Infraschallpfeifen, die die Stimmung der Zuhörer beeinflussen sollen. Siehe auch: Hörfläche. Elefanten und Blauwale erzeugen Infraschall, wahrscheinlich zur Kommunikation. Insbesondere unter Wasser haben Infraschallwellen eine hohe Reichweite. Die so genannte Lärmverschmutzung der Meere (durch Schiffe oder Bohrinseln) hat eventuell einen negativen Einfluss auf die Wale. Infraschall kann zwar nicht gehört werden, besitzt aber trotzdem zahlreiche physiologische Wirkungen: er kann – wie hörbare Schallwellen niederer Frequenz – in geringerer bis mittlerer Stärke Angstzustände verursachen und Aggressionen hemmen. Letzteres bewirkt, dass es auf Veranstaltungen mit an tiefen Tönen reicher Musik, wie Techno kaum zu aggressiven Gewaltausbrüchen kommt, kann aber auch militärisch genutzt werden, um den Gegner kampfmüde zu machen oder gar in die Flucht zu schlagen. Infraschall laut genug gespielt bringt Körperzellen zum Zerfall. Auch Tiere reagieren mit Angstzuständen auf Infraschall und hörbare Schallwellen niederer Frequenz und ergreifen häufig die Flucht, weshalb sich Infraschall und hörbarer Schall niederer Frequenz zur Vertreibung von Wühlmäusen und Maulwürfen eignen (Vergraben von mit niederfrequenten Wechselstrom betriebenen Lautsprechern und Aufstellen von im Erdreich teilweise vergrabenen Flaschen). Infraschall hoher Intensität kann bei Menschen und Tieren zu Schwingungen innerer Organe führen, die das Opfer lähmen oder dauerhaft verletzen können.

Als Waffe

Wegen der umfangreichen physiologischen Wirkungen des Infraschalls gibt es Bestrebungen, Infraschallwellen zum Auflösen von Demonstrationen, als Mittel gegen politische Gegner oder als Kriegswaffen zu entwickeln (Infraschallkanone).

Ursachen von natürlichen und künstlichen Infraschallereignissen

Diese niederfrequenten Wellen, die z.B. bei Erdbeben, Vulkaneruptionen, Meteoriten, extremen Wetterlagen, durch hohen Seegang und Explosionen entstehen, können sich über große Entfernungen bis zu mehreren tausend Kilometern ausbreiten. Der Knall von Flugzeugen, die die Schallmauer durchfliegen, hat auch eine Infraschallkomponente. Infraschallereignisse im Zusammenhang mit Wettererscheinungen und Seegang werden Mikrobarome genannt.

Angewandte Beispiele

Im Rahmen der Überwachung des Kernwaffenteststopp-Vertrag (CTBT) sorgt ein weltweites Netz von Infraschallstationen dafür, dass keine nukleare Sprengungen in der Atmosphäre, unter Wasser oder im Weltraum unentdeckt bleibt. Für die Bundesrepublik ist die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) für den Betrieb von zwei dieser Infraschall-Messanlagen verantwortlich, IS26 im Bayerischen Wald und IS27 in der Antarktis, die zu dem internationalen Überwachungssystem gehören. Die mit diesen Stationen gewonnenen Daten eröffnen der BGR ein neues Aufgaben- und Forschungsgebiet, dessen Schwerpunkt auf der Detektion, Lokalisierung und Identifizierung von Infraschallquellen liegt. Um aus den Daten jedoch genaue und zuverlässige Informationen über die Quelle zu erhalten, sind grundlegende Untersuchungen der Infraschallsignale und ihrer Ausbreitung in der durch Wind und Wetter sich ständig verändernden Atmosphäre unerlässlich.

Mobile Anlagen

Zusätzlich zu den fest installierten Infraschall-Messanlagen stehen vier mobile Infraschallstationen zur Verfügung, um an jedem beliebigen Ort Infraschallmessungen durchführen zu können. Einer ersten Bewährungsprobe wurden diese Systeme bei einem Einsatz bei Blaubeuren unterzogen, als es um die Klärung des Zusammenhangs zwischen Infraschall und dem Brummton-Phänomen ging.

Deutsche IMS-Stationen: IS26

Im Bayerischen Wald, nahe der Grenze zu Österreich und zur Tschechischen Republik ging im Oktober 1999 die erste Messanlage (IS26) mit insgesamt 5 Stationen in Betrieb, die alle technischen Spezifikationen einer Infraschallstation des weltweiten Überwachungsnetzes erfüllt. Bei der Auswahl des Standorts wurde berücksichtigt, dass sich in diesem Gebiet bereits die aus 25 Einzelstationen bestehende seismische Messanlage PS19 befindet, die zum internationalen seismischen Kontrollnetz gehört.

Föhn

Der Fallwind in den Alpen, genannt Föhn, ist eine starke Infraschallquelle im Bereich von 0,01-0,1 Hz. Nicht geklärt sind eventuelle Auswirkungen auf den Menschen. Stichwort: Föhnbeschwerden. Kategorie:Akustik

Eobalaenoptera harrisoni

Eobalaenoptera harrisoni ist eine ausgestorbene Art der Bartenwale (Mysticeti) innerhalb der Wale (Cetacea). Beschrieben wurde er erst 2004 von Forschern des Virginia Museum of Natural History anhand von Skelettteilen, die 1990 in der Miocene Calvert Formation im Coroline County, Virginia, gefunden wurden. Nach Angaben der Forscher besitzt das elf Meter lange Skelett sowohl morphologische Merkmale der Furchenwale (Balaenopteridae) als auch der Grauwale (Eschtrichtiidae) und unterstützt dadurch das Schwesterngruppenverhältnis dieser beiden Taxa. Das Alter des Skeletts wurde auf etwa 14 Millionen Jahre geschätzt und es stellt damit das älteste bekannte Fossil des Taxon der Grau- und Furchenwale dar. Die Trennung dieser Gruppe von den anderen Bartenwalen wurde aufgrund von molekularbiologischen Untersuchungen (Molekulare Uhr) auf einen Zeitpunkt vor etwa 25 Millionen Jahren geschätzt. Die Namensgebung erfolgte aufgrund der Ähnlichkeiten zwischen dem Skelett und Vertretern der Gattung Balaenoptera, die Vorsilbe eo- kennzeichnet es als Vorläufer dieser Gruppe. Benannt wurde die Art nach Carter Harrisson, einem verdienten Angestellten des Museums.

Literatur


- Alton. C. Dooley, Nicholas C. Fraser and Zhe-Xi Luo (2004). The Earliest Known Member of the Rorqual-Gray Whale Clade. Journal of Vertebrate Palaeontology 24 (2): 453-463. Kategorie:Wale Kategorie:Ausgestorbenes Säugetier

Glattwale

Die Glattwale (Balaenidae) sind eine Familie der Bartenwale. Benannt sind sie nach ihrer glatten Kehle, die sie von den Furchenwalen mit ihrer gefurchten Kehle unterscheidet. Zu der Gattung gehören vier Arten, die alle zu den Großwalen gezählt werden. Kennzeichnend für die Glattwale ist der gewaltige Kopf, der fast ein Drittel der Gesamtlänge ausmacht. Die große Unterlippe ist in eigentümlicher Weise aufwärts gebogen, so dass sie bei geschlossenem Maul teilweise vor dem Oberkiefer liegt. Eine Rückenflosse fehlt. Die etwa 700 Barten sind lang und biegsam; bei geschlossenem Maul biegen sie sich einwärts, um im Gaumen des Wals Platz zu finden. Eine anatomische Besonderheit der Glattwale ist die Verschmelzung der sieben Halswirbel zu einem einheitlichen Knochen. Während frühere Quellen drei oder nur zwei Arten zu dieser Familie zählten, geht man heute von vier Arten. Die Unstimmigkeit kommt zum einen daher, dass der Zwergglattwal manchmal hierher statt zu einer eigenen Familie gezählt wird; zum anderen wurden die drei Arten der Gattung Eubalaena früher als eine oder zwei Arten betrachtet. In den modernen Systematiken unterscheidet man jedoch:
- Grönlandwal (Balaena mysticetus)
- Atlantischer Nordkaper (Eubalaena glacialis)
- Pazifischer Nordkaper (Eubalaena japonica)
- Südkaper (Eubalaena australis) Die Glattwale waren die ersten Großwale, die in großem Umfang gejagt wurden. Wegen ihrer geringen Geschwindigkeit, weil der Körper nach dem Tod an der Oberfläche treibt und aufgrund des hohen Ertrags an Öl und Barten waren sie bevorzugtes Ziel des kommerziellen Walfangs. Als Folge der ungehemmten Bejagung brachen die Populationen zusammen und erholen sich seit dem Ende des Walfangs nur langsam. Kategorie:Wale

Zwergglattwal

Der Zwergglattwal (Caperea marginata) ist der kleinste aller Bartenwale. Er ist selten und kaum bekannt. Wegen gewisser Ähnlichkeiten wird er manchmal in die Familie der Glattwale eingerechnet; da er insgesamt aber zu sehr von diesen abweicht, wird für ihn meistens eine eigene Familie (Neobalaenidae) aufgestellt.

Merkmale

Mit einer Länge von höchstens 6 m und einem Gewicht von bis zu drei Tonnen ist der Zwergglattwal für einen Bartenwal ungewöhnlich klein. Die Farbe ist schwarz bis dunkelgrau. Mit den Glattwalen verbinden ihn der überdimensionale Kopf und der bogenförmige Unterkiefer. Es gibt allerdings auch markante Unterschiede: Der Zwergglattwal hat eine Rückenfinne und ansatzweise erkennbare Kehlfurchen, beides typische Merkmale der Furchenwale. Während er also zum Teil zwischen Glatt- und Furchenwalen zu vermitteln scheint, gibt es wiederum andere Charakteristika, die ihn einmalig unter den Walen machen. Hierzu gehört die Anzahl von 34 Rippen, mehr als bei jeder anderen Walart.

Verbreitung

Furchenwale Der Zwergglattwal lebt in gemäßigt-kalten Meeren der Südhalbkugel. Da dieser Wal so selten ist, gibt es keine endgültige Klarheit über sein Verbreitungsgebiet. Gesehen wurde er in Meeren in der Nähe Tasmaniens, Neuseelands, Südafrikas und der Falklandinseln.

Lebensweise

Über die Lebensweise ist wenig bekannt. Wie die Glattwale scheint der Zwergglattwal ein langsamer Schwimmer zu sein, der sich gerne zu sozialen Verbänden zusammenschließt. In einem Fall wurde eine Gruppe von acht Zwergglattwalen beobachtet. Die Nahrung sind durch die Barten gefilterte Kleinstorganismen wie zum Beispiel Ruderfußkrebse.

Sonstiges

Vor allem durch die im Frühling und Sommer an den Südküsten Australiens, Tasmaniens und Südafrikas geschwemmten Kadaver ist der Zwergglattwal bekannt geworden. Dagegen wird er auf dem offenen Meer nur selten gesehen. Da er nie bejagt wurde, geht man davon aus, dass diese Spezies niemals besonders häufig war.

Weblinks


- http://www.cetaceen.de/sp14/ Kategorie:Wale ja:コセミクジラ

Furchenwale

Die Furchenwale (Balaenopteridae) sind eine Familie der Bartenwale. Hierher gehören nicht nur die größten aller Wale, sondern auch die größten lebenden Tiere überhaupt. Die neun Arten sind zwischen 7 und 31 m lang. Von den Glattwalen, der anderen großen Familie der Bartenwale, unterscheiden sie sich durch folgende Merkmale: Vorhandensein einer Rückenflosse, eine schlankere Gestalt, deutlich kürzere und breitere Barten, sowie die namengebenden Kehlfurchen. Die Furchen sind Längsfalten, die von der Kehle über die Brust laufen; jede der 10-100 Furchen ist etwa 5 cm tief; sie dehnen sich aus, wenn der Wal sein Maul öffnet, so dass es zu einer beträchtlichen Vergrößerung des Rachenraums kommt. Hierdurch kann der Wal erheblich mehr Wasser aufnehmen als er es sonst vermocht hätte, und infolge dessen bleiben beim Auspressen mehr Nahrungspartikel in den Barten hängen. Furchenwale sind schnelle Schwimmer. Sie unternehmen große Wanderungen, bei denen sie zwischen warmen und kalten Klimazonen wechseln. Daher sind Furchenwale in allen großen Ozeanen verbreitet, meiden aber kleine Nebenmeere. Alle Furchenwale wurden wegen ihres Trans und ihres Fleisches heftig bejagt. Zwar galten sie wegen ihrer dünneren Fettschicht als weniger wertvoll als die Glattwale, doch nachdem die Glattwale weitgehend ausgerottet waren, ging man zur Jagd auf Furchenwale über. Dadurch wurden vor allem die großen Arten wie Blauwal, Finnwal und Buckelwal an den Rand des Aussterbens gebracht. Seit 1986 sind sie geschützt, allerdings werden Zwergwale weiterhin gejagt. Die Furchenwale spielten stets eine bedeutende ökologische Rolle. Allein in der antarktischen Region wurden jährlich über 100 Millionen Tonnen Krill durch große Wale gefressen. Durch das Fehlen der Wale nahm die Masse des Krills erheblich zu und ermöglichte anderen Tieren wie zum Beispiel den Krabbenfressern eine Bestandsexplosion.

Systematik


- Gattung Megaptera
  - Buckelwal (Megaptera novaeangliae)
- Gattung Balaenoptera
  - Zwergwal-Gruppe
    - Nördlicher Zwergwal (Balaenoptera acutorostrata)
    - Südlicher Zwergwal (Balaenoptera bonaerensis)
  - Blauwal-Gruppe
    - Finnwal (Balaenoptera physalus)
    - Blauwal (Balaenoptera musculus)
    - Balaenoptera omurai
  - Brydewal-Gruppe
    - Brydewal (Balaenoptera brydei)
    - Seiwal (Balaenoptera borealis)
    - Edenwal (Balaenoptera edeni) Zwei dieser Arten, der Edenwal und der kürzlich beschriebene, noch keinen deutschen Namen tragende Balaenoptera omurai, wurden erst in jüngster Zeit anerkannt. Genanalysen ihrer Gewebeproben zeigten, dass sie eigene Arten sind. Kategorie:Wale

Kategorie:Wale

In diese Kategorie sollten alle Artikel zu Wal-Arten und höheren Taxa eingetragen werden. Nicht hierhin gehören Kategorien, die einen anderen Bezug zu Walen haben wie etwa :Kategorie:Walfang oder der Artikel Blas. Kategorie:Säugetiere ja:Category:クジラ目 ko:분류:고래류

Korea unification flag

The Unification Flag is used to represent all of Korea when North and South Korea participate together in sporting events. The flag was first used in 1991 when the two countries competed as a single team in the 41st World Table Tennis Championship in Chiba, Japan and the 6th World Youth Soccer Championship in Lisbon, Portugal. The two countries' teams marched together under the flag in the opening ceremonies of the 2000 Summer Olympics in Sydney and the 2004 Summer Olympics in Athens in 2004, but North and South competed separately in sporting events. The flag represents all of Korea. The background is white. In the centre there is a blue outline of the Korean peninsula including Jeju-do to the southwest. Smaller islands are left out, but there is a variation that includes Ulleung-do and notably Liancourt Rocks. The flag has no status as an official flag of either country.

See also


- Korea
- Division of Korea
- Flag of North Korea
- Flag of South Korea
- Korean peninsula
- Korean reunification
- Proposed Reunification flag of Cyprus

External links


- [http://www.fotw.us/flags/oly@nna.html#kr North & South Korea, Sydney 2000] (page on non-national Olympic flags)
- [http://www.korea-dmz.com/en/k/ki/kki400_en.asp Relationship between South and North Korea in 1990's] Category:Korean sports Category:Culture of North Korea category:Culture of South Korea Category:Flags ko:한반도기 ja:統一旗

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